Ars Moriendi/Perishing Mankind, Szene Wien, 08.12.2006

Metalfanatics.net

Es war wieder einmal ein Freitagabend, der perfekte Tag für ein Konzert. So auch diesmal, wenngleich mit sechs Bands wohl doch ein bisschen übertrieben wurde. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Die Kernölfraktion von Ars Moriendi ist soeben quer durch Österreich unterwegs, um ihren ersten Longplayer live vorzustellen. Als Begleitung haben sie die Kollegen von Perishing Mankind im Gepäck. Weitere vier Bands sollten an diesem Abend in der Szene Wien noch aufgeigen...Begonnen hat der Abend jedoch mit einem netten Crossfire mit „Slinti“ von Ars Moriendi sowie Gernot von Perishing Mankind, gefolgt von einer netten Plauderei über dies und jenes. Mehr dazu gibts demnächst in einem Special von Gecko und meiner Wenigkeit nachzulesen.

Die ersten beiden Bands wurden ausgelassen, waren wir doch hauptsächlich wegen oben genannter in die Szene gepilgert. Was gleich zu Beginn auffiel waren die doch sehr zahlreich anwesenden Leute, geschätzte 300 Nasen haben sich nach Wien Simmering verirrt. Respekt.

Gegen 21 Uhr dann durften Perishing Mankind die Bühne entern, um in knapp 20(!) Minuten einen Querschnitt ihres Fall Of Men Albums auf die wartende Menge loszulassen. Selbst diese lächerliche Spielzeit wirkte sich auf die Truppe keinesfalls negativ aus, ganz im Gegenteil, es wurde ein energiegeladener, schweisstreibender Set gespielt, den die Leute zu schätzen wussten.Vom ersten Ton weg merkte man der Band die Bühnenerfahrenheit an. Schliesslich spielte man heuer schon zig Konzerte. Die beiden Gitarreros Gernot und Georg liessen ihre Matten im Kreis rotieren und lieferten sich ein Mörderriff nach dem anderen, auch das hübsche Ding namens Beate hinter dem Schlagzeug steigerte sich in einen wahren Spielrausch. Sänger Holger brüllte sich die Seele aus dem Leib, seine Performance war einfach geil. Eine super Show, die wie schon eingangs erwähnt, mit einer witzlosen Spielzeit untermalt war. Doch sowohl die Band als auch die bangenden Fans hatten ihre wahre Freude.

Die nächste Band wurde wieder ausgelassen, wobei ich mir sagen hab lassen, dass sie ganz gut drauf waren. Sorry Leute, beim nächsten mal! Es ging wieder ins Beisl zu Bier und Smalltalk ehe gegen 22 Uhr die Jungs von Ars Moriendi die Bühne betraten um gleich mal so richtig fett mit ihrer neuen CD Journey To Your Agony loszulegen. Gespannt war ich auf das neue Lineup, welches sich seit meinem letzten Gig heuer im Frühjahr doch sehr verändert hat. Zudem wurde ein zweiter Gitarrist installiert, was dem druckvollen Sound wohl nur zugute kommen würde. Zum Songmaterial kann ich jedoch leider nur wenig sagen, schliesslich war es ja auch für mich Premiere, die neuen Songs live zu hören. Was aber geboten wurde macht in der Tat Lust auf mehr.Eine technisch perfekte Show mit einer überraschend starken mannschaftlichen Leistung. Hätte ich nicht so erwartet. Respekt. Sänger „Slinti“ kurbelte wie gewöhnlich seine Mähne durch die Luft, immer wieder hatte ich die Angst er könnte sich sein fesches Kopferl am Monitor zerschlagen. Aber in diesem Punkt machts wohl die Routine aus...Auch die drei neuen wussten absolut zu überzeugen, so lieferte Ars Moriendi einen tollen Auftritt, der vom Publikum auch dementsprechend honoriert wurde.

Ein wirklich gelungener Abend mit netten Leuten, ein paar Bierchen und mit einer neuen CD im Gepäck, die wohl des öfteren im heimischen CD-Player zu finden sein wird.von: Ogerl

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