Headbangers Ball with Rage/Sequoia Dendron/Madog/Beyond Destiny/Perishing Mankind, Szene Wien, 25.02.2007
Metalfanatics.net
Mitwirkende: Sequioa Dendron & Special Guests, Madog, Beyond Destiny, Perishing Mankind.
Dieser Abend stand ganz im Zeichen eines guten Zwecks. Die kompletten Einnahmen dieses Events kommen der Kinderkrebshilfe zugute. Für mich natürlich ein guter Grund, in die Wiener Szene zu pilgern, um meinen Beitrag zu leisten.Eröffnet wurde der Abend mit den Steirern Perishing Mankind, hierzulande wohl die bekannteste Gruppe an diesem Abend. Umso verwunderlicher also, dass sie bereits als erstes an der Reihe waren. Gut, soll so sein. Wie immer wurde auch diesmal ein gutes Set geboten, auch wurden wieder zwei neue Stücke in Form von „Wonderland“ und „We Come In Peace“ gespielt. Der neue Longplayer wird noch im März veröffentlicht werden, für die eine oder andere Überraschung wird jedenfalls gesorgt sein, soviel sei schon mal gesagt. Soundtechnisch bewegte man sich wieder auf hohem Niveau wenngleich Klampfer Gernot nach dem Gig in einem kurzen Gespräch nicht ganz so zufrieden war. Alles in allem wieder eine feine Sache.
Als nächstes betraten Beyond Destiny aus Wien die Szene-Bühne. Ich muss zugeben, noch nie etwas von dieser Band gehört zu haben. Eine Mischung aus Nu-Metal und Crossover wurde hier der gut besuchten Szene geboten. Den Songs fehlte es eindeutig an Druck. Vielleicht könnte man sich überlegen, eine zweite Gitarre zu installieren, was dem Live-Sound wohl sehr gut tun würde. Trotzdem lieferte das Quintett einen soliden Gig ab.
Madog aus Kärnten durften nun ran. Bereits seit 1991 und mit zwei Full-Length Alben im Gepäck lärmen die Jungs sich quer durch Österreich und Deutschland. Der wieder gut gefüllten Halle wurde hier ein Power Metal Klassiker nach dem anderen um die Ohren geworfen, die Leute wussten es der Band zu danken und gingen ordentlich mit. Gelungener Auftritt des Quintetts.
Nun war es soweit für den Höhepunkt dieses Abends! Die Wiener Sequoia Dendron enterten gemeinsam mit einigen Gastkünstlern aus dem In- und Ausland die Bühne, um ein zweistündiges Set mit vielen Coverklassikern, aber auch eigenen Songs zum Besten zu geben. In letzter Zeit ist es eher ruhiger geworden um die Band, umso mehr freute ich mich auf diesen einzigartigen Auftritt. Und es wurde wahrlich eine ganz feine Sache. Verstärkt durch Hanni Sandrini am Keyboard wurde gleich mal die erste Gastmusikerin auf die Bühne gebeten. Suzy Q, ihres Zeichens Sängerin bei der Maiden-Coverband „Maiden Für Jeden“ legte mit einer bombastischen Stimme los, dass einem warm ums Herz wurde. Einige Coverversionen von Bands wie Metallica oder Iron Maiden wurden hier zum Besten gegeben.
Als nächste Gastmusikerin war Sonja Kraushofer von L´ Áme Immortelle an der Reihe, die den legendären Dio-Klassiker „Don´t Talk To Strangers“ zum besten gab, Gänsehaut pur war hier angesagt. Einfach genial. David Strawa von Firestorm durfte sich in Metallica üben, ehe der Höhepunkt des Abends immer näher rückte.Victor Smolski und Peavy Wagner von Rage kamen nun auf die Szene-Bühne, um gemeinsam mit Gerhard Petz und Alex Gabor von Sequoia Dendron einen knapp einstündigen Set der Extraklasse hinzulegen. Auch hier wurden einige Covers geboten, ehe es gegen Ende des Gigs noch vier eigene Songs von Rage als Draufgabe gab. Trotzdem die Probezeit dieser Zusammensetzung nur ganz kurz ausfiel, wirkte das Quintett ganz gut eingespielt und so entwickelten sich die Songs zu einem Feuerwerk erster Güteklasse. Beendet wurde die Show mit dem legendären und von den Fans frenetisch abgefeierten „Higher Than The Sky“. Was für ein toller Set.Im Anschluss an die letzte Show erfolgte die Übergabe des Schecks in der Höhe von 2.300 Euro an die österreichische Kinderkrebshilfe. Ein wirklich gelungener Abend, der Spaß machte und noch dazu einiges an Geld für bedürftige Kinder einbrachte. Was gibt es also besseres? Verfasser: Ogerl