Ad Noctum (D)

Eine recht eigenwillige Scheibe haben Perishing Mankind mit "Wonderland" vorgelegt. Das Grundgerüst ist moderner Death/Thrash, aber die Österreicher bringen auch jede Menge andere Einflüsse in ihren Sound mit ein. Zu nennen wären hier erst mal rockige Anklänge, die bei "Haunted" sogar in Richtung Stonerrock abdriften, was schön groovig rüberkommt und der Band meiner Meinung nach sehr gut zu Gesicht steht. Bei "Sad Day" werden dann schließlich sogar Ska-Elemente verbraten, aber selbst solche Experimente wirken nicht deplaziert, da Perishing Mankind es ganz gut schaffen, Stilfremdes in den Gesamtsound zu integrieren. An dieser Stelle ist auch das Zusammenspiel der Band positiv hervorzuheben. Gesanglich dominieren auf "Wonderland" relativ gemäßigte Keifvocals, aber auch klarer Gesang kommt hin und wieder zum Einsatz, dieser klingt allerdings noch etwas wacklig. Na ja, mein Ding ist dieser ganze Neo Thrash/Melodic Death Kram ja wirklich nicht, aber wer auf so was steht, sollte Perishing Mankind mal anchecken, denn die Österreicher sind deutlich bemüht, etwas eigenes auf die Beine zu stellen, anstatt die 1000. Kopie irgendeiner bekannten Band abzuliefern. [kp]

Ad Noctum

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