Blooddawn.de (D)
Nach nur einem Demo werfen die 2001 gegründeten Ösis von PERISHING MANKIND jetzt mit ihrem ersten Labelrelease in Form von „Fall Of Men“ um sich.Man bekommt ansprechenden Melodic Death Metal zu hören, der immer wieder von klaren Gesangspassagen aufgelockert wird und auch den einen oder anderen thrashigen Querverweis nicht verschmäht. Seltenheitswert hat die ansehnliche Dame, die hinter der Schießbude Platz nimmt und ihren männlichen Genrekollegen in nichts nachsteht.
Doch leider hat es sich dann auch schon mit dem Seltenheitswert. PERISHING MANKIND sind zwar weit davon entfernt wie ein Abklatsch irgendeiner anderen Band zu klingen, jedoch sind die einzelnen Versatzstücke der eigenständigen Mischung insgesamt relativ unspektakulär, zumindest nicht spektakulär genug um wirklich als „neu“ bezeichnet werden zu können. Allerdings ist das (laut Bandinfo) auch nicht das Anliegen der Formation und vermutlich in einem so strapazierten Genre auch an der Grenze der Unmöglichkeit einzuordnen.
Die Kritik beschränkt sich hier also auf die etwas dumpfe Produktion und, was letztendlich ausschlaggebend ist, auf die Songstrukturen. Alles ist recht modern und überzeugend dargeboten, jedoch im Endeffekt gerade nach vielen Durchläufen in sich recht austauschbar. Es macht den Eindruck, dass die Songs sich in ihrem Aufbau sehr ähneln und das drückt auf die Langzeitkompatibilität. Aber das ist kein Manko, welches nicht (bei dem offensichtlich vorhandenen Potential) auch auf der nächsten Langrille schon ganz anders aussehen könnte.Wertung: 3/5