Bright Eyes (D)
Die 5 Steirer, respektive ihr Label sehen das Quintett im Death Metal beheimatet, wirklich unterschreiben würde ich das aber nur bei der sehr rauen Live-Version von „Disillusion”, die den Abschluss des Neuntrackers darstellt. Die 5 österreichischen Musiker haben zwar druckvolle Riffwände am Start, lockern die überwiegend mittelschnellen Nummern aber immer wieder mit schönen Melodien und guten Soli auf (u.a. „Last Exit“). Die krächzigen Vocals von Shouter Holger sind noch a bissle eindimensional, dann und wann schimmern die großen Göteborg-Vorbilder arg durch („First Fallout“). Dynamischere Grooves („Noone“, „System Mutilation“) oder abwechslungsreichere Songaufbauten (das halbballadesk beginnende und sich aufbauende „Perishing Mankind“) lockern die Chose aber immer wieder auf.
Größtes Manko an „Fall Of Men“ ist für meinen Geschmack, dass die Band teilweise zu oft mit angezogener Handbremse agiert und einige Nummern zu lang gezogen bzw. übertrieben verspielt sind („Rage“). Für ein Debüt ist das Album um die schnucklige Schlagzeugerin Beate (schleck!) trotz der genannten Mängel ordentlich und auch wenn uns unsere Nachbarn beim Grand Prix in einer ganzen Dekade nicht mit so vielen Punkten bewerten werden wie PERISHING MANKIND abstauben, so haben sie sich alle Neune verdient.
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Oliver Vollmer