Bright Eyes (D)

Gerne greife ich die Kritik unseres werten Oliver Vollmer zur Vorgängerscheibe „Fall Of Men“ (2005) auf, wobei ich in Ermangelung eines aussagekräftigen Bildes im CD-Booklet nicht beurteilen kann, ob Schlagwerkerin Beate Landl tatsächlich so nett anzusehen ist wie seinerzeit behauptet. Wo ich Herrn Vollmer allerdings voll und ganz bestätige, ist der Umstand, dass Death Metal tatsächlich nur bedingt als Kategorisierung der Band aus Österreich herhalten kann. Grooviger Metal: gar keine Frage, brutale Soundwände: eh klar, aggressiver Gesang: logisch. Aber klassischer Death Metal: nö. Da hauen die im Infoblatt genannten Bezugsbands (In Flames, Dark Tranquillity) schon eine Spur heftiger auf die Kacke. Das soll nun aber bitte nicht als Abwertung der von PERISHING MANKIND auf „Wonderland“ abgelieferten Mucke verstanden werden, denn, mal ganz ehrlich: keiner braucht die tausendste Kopie der beiden genannten Vergleichscombos.

PERISHING MANKIND packen in ihren harten Sound auch so manche ganz „normale“ Rock-Standards (z. B. in ‚Sad Day’, ‚We Come In Peace’) ein, glänzen mit teils sehr guten Refrains (‚Wonderland’) und kommen - gerade wegen solcher Nuancen - von der Grundstimmung tatsächlich unverkrampfter daher, wie es der Kodex von bösen Death Metallern eigentlich verlangt. Eine schlüssige, flüssige, rassige und lässige Scheibe, die mir dann doch glatt ein Äuglein mehr wert ist als Herrn Vollmer „Fall Of Men“ und hierbei sei vor allem honoriert, dass der Gesang von Holger (nach seinen Möglichkeiten) tatsächlich „einigermaßen ganz gut“ variabel gestaltet wurde.

PERISHING MANKIND würde ich mir gerne mal live geben und nicht nur aus dem Grund, Beate mal in natura zu erleben.

10 von 13 Augen

Bernd Joachim

www.bright-eyes.de

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