Final Prophecy (D)

Da schau einer an, aus dem beschaulichen Österreich kommen nicht nur Klänge von Kuhglocken und DJ Ötzi (oder kommt der aus der Schweiz, oder doch eher Bayern? But who cares?) sondern auch melodische Death Metal Weisen. Dargebracht von den fünf Steierern PERISHING MANKIND die, gegründet im Jahre 2001, uns hier ihr Labeldebut auf Black Lagoon Records kredenzen. Die vier Herren und die Dame hinter der Schießbude (ja, ein zartes Frollein malträtiert das Drumkit in unbarmherziger Art und Weise) spielen, wie bereits erwähnt, melodischen Death Metal, der sich aber ziemlich vom üblichen In Flames, Soilwork oder auch Amon Amarth Allerlei abhebt. Klar, in diesem Bereich kann man schwer was wirklich neues machen, aber man kann sich von der Konkurrenz unterscheiden, indem man versucht seinen eigenen Weg zu gehen und auch andere Stile mit einfließen lässt. Und dies gelingt den Österreichern recht gut.

„Gefangen“ im Grundschema überschreiten PERISHING MANKIND die Grenzen, indem sie auch Einflüsse aus dem Gothic Bereich zulassen oder die Gitarren einfach mal rocken lassen. Beide Facetten fließen großartig im Song „Noone“ mit ein. Aber keine Angst, das Ganze hat nix mit Luschimucke zu tun. Dass man auch anders kann beweist „Rage“, das ordentlich brettert und bei dem Frontmann Holger auch schon mal durchgehend Shoutet. Ansonsten hat er in Refrainbereich auch gute cleane Passagen auf’m Kasten. Dazu wäre „Perishing Mankind“ auch ein guter Anspieltipp, der gut abgeht und beim Refrain schön melodisch wird. Auch gerne angetestet werden darf das folgende „Last Exit“, das mächtig reinhaut und mit sehr geilen Gitarrensoli überzeugt.

Dass PERISHING MANKIND’s Mucke auch Live funktioniert beweist das Abschließende „Disillusion“, das im Februar vergangenen Jahres in Wien Live mitgeschnitten wurde. Zusammen mit einem herzlichen Servus, Grützi und Hallo sende ich hiermit 8 Punkte in unser schönes Nachbarland.

finalprophecy.denyreality.de/

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