Legacy (D)
Ganz so apokalyptisch, wie es das Coverartwork vielleicht vermitteln mag (ein schmutzig-blutroter Himmel thront über einer scheinbar kurz von ihrer Vernichtung stehenden Metropole), geht es auf dem zweiten Output der Ösis von PERISHING MANKIND nicht ganz zu. Kein brutales Death-Gebolze, viel eher verfolgt Wonderland eine fast shon gediegene Herangehensweise an moderneren Thrash mit einer ordentlichen Portion Groove und einigen leichten Ausflügen in Schwedentod-Regionen. Auf das Gaspedal wird hier dennoch nicht getreten, sondern fast durchgehend in wogendem Midtempo gegroovt, wobei ab und an (aber wirklich nur ab und an) der Blick auch in progressivere und experimentellere Richtungen schweift. Auch wenn manchmal einige Passagen zum Aufhorchen bewgen, wollen die zehn Songs alles in allem ob ihrer fehlenden Eingänigkeit nicht so wirklich greifen. PERISHING MANKIND können ihre Stärken viel eher entweder mit starker melodischer Schlagseite (False Gods)) oder in überraschenden, weil mutigen Herangehensweisen an im Metal nicht altägliche Stile ausspielen: Der deathige Reggae-Ska-Rocker Sad Day wäre etwa ein Paradebeispiel. Zudem hapert es noch etwas an der tecnischen Umsetzung, sowohl im musikalischen Bereich als auch der Produktion. Letztere gerit mit einer pappigen Snare und stellenweise röhrigen Gitarren etwas zu druckos, erstere krankt an manchmal nicht genug punktierten, wenn auch sehr gefühlvollen Soli als auch nicht immer ganz treffsischeren Clean-Vocals. Eine solide Basis, aus der definitiv noch mehr zu machen ist.