Metal District (D)

Mit ihrem ersten Longplayer namens "Fall Of Man" begingen die Österreicher PERISHING MANKIND einen Weg, der nicht leicht zu gehen ist. Sie versuchen Melodic Death Metal zu spielen. Wohlgemerkt ist es dabei schwer, keine der vielen Szenegrößen (wie z.B. Children of Bodom, Dark Tranquility, In Flames, etc.) zu kopieren. Den 4 Jungs und der Dame an den Drums gelingt das auch ganz gut, obwohl manche Passagen der Platte teilweise nach neueren Hypocrisy und Crematory klingen - aber seien wir doch mal ehrlich, Melodic Death Metal ohne Fremdeinflüße zu machen ist bei der heutigen Szenegröße fast nicht mehr möglich. "Fall Of Man" ist anständig produziert und liefert einen recht guten Sound. Bei 9 Tracks (der letzte Song "Disillusion" ist dabei jedoch eine Livemitschnitt) mit einer Spielzeit von fast 43 Minuten haben sie auf jeden Fall ordentlich Material, um ihr können unter Beweis zu stellen. Doch betrachten wir die Platte mal etwas genauer: Das melancholische "Nox" eröffnet die Scheibe. Ein etwas langsamer Song; Immer wieder mit gezielten Leadgefiedel durchzogen, hämmern Fräse und Bass dumpf und tief in der Strophe. Der Refrain ist clean gesungen und macht ziehmlich was her. Einen guten Song haben sich die fünf Steirer da als Opener ausgesucht. "First Fallout", der 2. Track, ist etwas schneller und die Death Metal Parts tretten deutlich in den Vordergrund. Er wirkt etwas aggressiver als der Opener. Die Leadguitar ist etwas in den Hintergrund gedändg worden und immer wieder kommen Strukturen zum vorschein, die mich etwas an Ad The Gates erinnern. Nach "Fire In The Sky", der übrigens kein Hypocrisy Cover ist, folgt das balladenhafte (wobei ich mit diesem Begriff etwas vorsichtig bin) "Noone". Ein echter Knaller ist "Last Exit". Nach einer Introline, die von Dissection sein könnte, folgt ein Hammerriff nach dem anderen, die allesamt aus Göteborg selbst stammen könnte.

PERISHING MANKIND haben echt gute Arbeit geleistet und liefern mit "Fall Of Man" sauberen und soliden Melodic Death Metal. Man muß nur aufpassen, dass man sich die Platte nicht zu oft hintereinander anhört, denn die Songs weißen oftmals ähnliche Strukturen auf. Auf Dauer kann das ziehmlich langweilig werden. Ansonsten echt ne gute Scheibe.

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