Stormbringer (AUT)

3 Reviews

...„Steirermen san very good …“ – wer erinnert sich nicht mit Grausen an diesen volkstümlichen Schlager des Stoakogler Trios; nun – hätten sie damals schon gewusst, dass aus der Steiermark nicht nur die Steirische Eiche Arnold „Governator“ Schwarzenegger und frischgepresstes Kürbiskernöl sondern auch eine Heerschar von metallischen Vollblutmusikern sich anschickt die heimische Musikwelt im Sturm zu erobern so würde so manche Textzeile heutzutage sicher anders aussehen …Nun denn - in diesem Monat erscheint endlich das zweite vollständige Album der Hoffnungsträger PERISHING MANKIND – ein musikalisches wie textliches „Wonderland“ wird uns da schon im Vorfeld versprochen und auf den 10 vorliegenden Kompositionen auch grossteils sehr gelungen eingelöst ...Startet man mit „Chaos“ noch relativ unspektakulär in die 47minütige Rundreise durch diverse metallische Spielarten - dessen einziger gemeinsamer Nenner wohl einfach „nur“ groovebetonter und melodiöser (Thrash)Metal ist – so gibt’s gleich mit dem nachfolgenden Titeltrack einen modernen Brecher mit coolem Refrain zu bewundern; die herrlich angerauhten Vocals von Fronter Holger werden immer wieder durch markante, teils erstklassige Solis unterstützt – diese verleihen den meist im Midtempo (Ausnahme: das treibende „Mortality“ - inkl. genialem Mitgröhlpart !!) angesiedelten Songs das gewisse Etwas bzw. einen Wiedererkennungswert der in der heutigen Musiklandschaft grossteils abhanden gekommen ist …Duracell-Häschen Beate treibt die geradlinigen Tracks immer wieder gekonnt mit ihrer akzentuierten Schlagzeugarbeit von hinten heraus an um die satt riffenden Filetstückchen mit einer gewissen Extrapower über die Ziellinie zu schieben – vielleicht hat aber auch nur eine Überdosis Kürbiskerne zu dieser Leistungssteigerung beigetragen ??

An den Klampfen gibt’s jedenfalls keine Ausfälle zu vermelden - immer schön zu den jeweiligen Songs passende Riffs und auch teilweise an den melodischen Elchtod angelehnte Abschnitte sind wohl mit ein Garant für die stetig wachsende Fangemeinde der sympathischen Steirer!!Wer solche Klassesongs wie „False Gods“, „Haunted“ (coole `70er Vibes inklusive !) „We come in Peace“ oder „Work it out“ im Repertoire hat braucht sich um die musikalische Zukunft keine Sorgen mehr zu machen – mit den zahlreich absolvierten Liveshows im Gepäck hat man da für den anstehenden Konzertsommer ein heisses Eisen im Feuer; nur die ein, zwei durchschnittlichen Riffschiebertracks verhindern einen Ausflug in die höchste Sternzone unserer Bewertungsskala - so hat man in Zukunft wenigstens noch Ziele vor Augen - präsentiert sich aber bereits mit dem Zweitwerk musikalisch versiert und international durchaus konkurrenzfähig !Da auch der Sound und die optische Komponente stimmen bleibt nur mehr eins zu sagen : „Steirermen san very good, very very good for YOU my Dude !!

Wertung: 4.0 von 5.0

Autor: Cult Of Blood (09. März 2007)


 

Nur ein Wort: Wow! Mehr kann zu Wonderland, dem neuen Album der steirischen Metal-Hoffnung PERISHING MANKIND ohnehin kaum sagen. Zwar war schon Fall of Men, das erste Album des Quintetts, eine Killerplatte, aber Wonderland ist noch mal ein großes Eck besser. Dieses Album könnte der Durchbruch sein – und das mehr als zu Recht.Die zehn Songs, die die Steirer hier zum Besten geben, sind im Grunde allesamt hitverdächtig, besonders der Titeltrack Wonderland, jetzt schon live ein Mosh-Garant und auf CD nicht weniger heftig. Abwechslungsreich, hart und druckvoll präsentieren sich jedoch auch die anderen Tracks auf Wonderland. Sänger Holger liefert eine geradezu unglaubliche Leistung ab – Geschrei und auch Gesang (!) bewegen sich auf höchstem Niveau und sorgen für perfekte Ohrwurmrefrains, z.B. bei dem stellenweise balladesken Mortality. Einzig Beates Schlagzeug geht ab und an im Mix bedauerlicherweise ein klein wenig unter, und die Gitarren dürften etwas weniger dumpf sein, aber ansonsten ist auch die Produktion exzellent gelungen – vor allem Georgs geniale Soli durchbrechen immer wieder die brutale Rhythmussektion und sorgen für Gänsehaut.

Fazit: PERISHING MANKIND legen mit Wonderland ein wirklich ausgezeichnetes Album vor, das auch höchsten Ansprüchen genügen dürfte. Hier ist einmal mehr der Beweis, dass auch „lokale“ Bands durchaus was auf dem Kasten haben – es muss nicht immer Amerika sein. Worauf wartet ihr also noch? Kaufen, kaufen, kaufen!

Wertung: 4.5 von 5.0

Autor: Pr0m3th3us (09. März 2007)

 


 

Was soll man über diese Band noch großartig schreiben? Die unermüdlichen Live-Auftritte haben dem Quintett mehr als gut getan, die Steigerung vom sehr guten „Fall of Men“ Kondukt ist deutlich spürbar, diese Truppe versteht sich mittlerweile blind und das hört man „Wonderland“ auch ohne Frage an. Leider ist – wie bereits erwähnt – gerade der permanente Kopulationsakt zwischen dem zierlichen Persönchen Beate und ihrem Schlagwerk ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden, aber sonst gibt es auch am Sound, den wieder mal Noisehead Weirdo Mario Jezik verbrochen hat, kaum was auszusetzen. An den Songs übrigens auch nicht – bzw. kaum.

Etwas unglücklich finde ich zwar die Wahl des Openers „Chaos“, einfach weil dieser Song auf „Wonderland“ von etlichen Granaten noch mal getoppt wird, so bleibt aber zumindest knapp vier Minuten Eingewöhnungszeit, bevor der Big Bang zuschlägt.Der von der MySpace Site der Grazer bereits sattsam bekannte Titeltrack klotzt da schon in einer anderen Liga als besagter Opener, wird aber für mich noch von den wahren Highlights, diesen richtigen Perlen des Albums übertroffen. Die haben sich ein wenig weiter hinten in den Untiefen dieses Silberlings versteckt. „Sad Day“ – die selbsternannte Reggae Nummer, das Schielen auf Kommerz und Radioairplay (Achtung Ironie!), ein Hit vor dem Herren, eingängig, mit lockerer Reggae Rhythmik in der Strophe, einem Brett von einem Pre-Chorus und als Zuckerguss einem endgenialen Refrain unterlegt, die wohl beste Nummer, welche die Band je geschrieben haben dürfte! Dann die dunkle Walze „We Ccome in Peace“ – Holger peilt seine Stimme extra ein paar Oktaven tiefer, relativ eingängig und -fältig die Nummer, aber mit einem Nachhalleffekt versehen, der seines Gleichen sucht, auch weil hier etliche Death/Thrash Vibes der 80ies geschickt eingebaut wurden. Und dann natürlich noch der Schlussakkord „Work It Out“, der Beweis, dass auch eine völlige Ummodelung im Studio einen großartigen Song hervorbringen kann, irgendwie die NICK CAVE Phase von Sänger Holger, der sympathische Brüllwürfel überrascht und begeistert zugleich in diesem eher getragenem, zeitweise sogar manisch depressiven Song!

Alles tutti paletti also im Hause PERISHING MANKIND, ich werde mich zwar hüten den Welthit „Steyrerman…“ hier zu zitieren wie der blutig, kultige Kollege es getan hat, aber „Wonderland“ bedeutet den nächsten Schritt dieser Band um endlich aus der Zeitweisen Umklammerung der rot-weiß-roten Heimat ausbrechen zu können, um auch im angrenzenden Ausland jenes Gehör zu finden, welches sich diese Truppe an sich ja schon länger verdient hätte!

Wertung: 4.5 von 5.0

Autor: reini (09. März 2007)

www.stormbringer.at/

Previous
Next
Close Move